Pressemitteilung: Notgemeinschaft kritisiert Emirates für mangelnden Klimaschutz

Die Notgemeinschaft der Flughafenanlieger Hamburg e.V. kritisiert die Entscheidung der Fluglinie Emirates, in Hamburg wieder den besonders klimaschädlichen und stadtunverträglichen Airbus A380 einzusetzen.

Gebhard Kraft, 1. Vorsitzender der Notgemeinschaft: „Damit werden die Klimaschäden eines Fluges pro Passagier um 20% gegenüber einer B787 erhöht, selbst gegenüber den bisher eingesetzten, ebenfalls technisch veralteten B777-300 bedeutet das 10% mehr Klimaschaden. Jeder einzelne Flugumlauf HAM-DXB führt so zu einer Klima-Mehrbelastung von rund 60 Tonnen zusätzlicher CO2-Äquivalente. Wir fordern Emirates auf, endlich die veralteten besonders klimaschädlichen Flugzeuge aus dem Verkehr vom und zum innerstädtischen Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel abzuziehen, zumal diese auch besonders laut und keineswegs stadtverträglich sind. Unverständlich ist uns auch, dass der Hamburger Senat nichts gegen diese Klimamehrbelastung tut.“


Für ihre Berechnungen hat die Notgemeinschaft den offiziellen Klimarechner des Umweltbundesamtes genutzt.

Hier die Pressemitteilung als PDF

(K)eine grüne Fläche für alle?

Bezirkspolitik und -verwaltung hätten den Sportplatz lieber rot und exklusiv

Für die Unterstützung von Sport und ehrenamtlichem Engagement beglückwünschten sich Grüne- und SPD-Fraktionen in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord in einer Pressemitteilung, mit der sie sich in die parlamentarische Sommerpause 2021 verabschiedeten. Sie hatten dem Winterhude-Eppendorfer Turnverein zuvor zu einer Finanzspritze von 10.000 Euro verholfen, um bestehende Tennisplätze zu sanieren und signalisiert, dass sie die Planung weiterer Plätze begrüßen.

Das empfinden wir schlichtweg als Ignoranz gegenüber unserem am 15.04.2021 eingereichten Bürgerbegehren und der Mitte Mai erzielten Sperrwirkung für weitere Planungen.

Laut derzeit geltendem Bebauungsplan Eppendorf 10 ist das ganze Gebiet als öffentliche Grünfläche mit Schulspielplatz ausgewiesen. Darüber hatte man sich hinweggesetzt.

Am 01.04.1970 wurde der Neubau eines Clubhauses mit 3 Tennisplätzen genehmigt.

Am 19.05.2000 erlaubte man die Erweiterung um einen 4. Tennisplatz. Allerdings wurde der nicht so gebaut, wie verabredet, dadurch entfiel der Bestandsschutz für den 4. Platz (Vermerk 11.06.2019). Der W.E.T. hatte den 4. Platz einfach gedreht und noch einen 5. Platz davorgesetzt.

Das Rechtsamt sah diese Erweiterung als ‚keineswegs grünflächenverträglich‘ an.

Das alles erfuhren wir erst, nachdem wir anwaltliche Hilfe gesucht hatten, um die Grünfläche für die Allgemeinheit zu retten. Weiterlesen

Empörende Fehlplanung im Diekmoor

Volksinitiative gestartet.
„Rettet Hamburgs Grün: Klimaschutz jetzt!“

Im Landschafsschutzgebiet Diekmoor, der „letzten größeren Grünfäche in Hamburg-Nord“ (Zitat Bezirksamtsleiter Werner-Boelz), sollen jetzt 700 Wohnungen gebaut werden.
Der Grünen-Politiker fürchtete Widerstand gegen Planungen und bat den Senat vorab um eine Weisung zur Bebauungsplanung. Diese erteilte der Senat, womit ein demokratisches Bürgerbegehren rechtlich unzulässig wurde. Beides führte zu großem Unmut in der Bevölkerung. Es gründete sich die Bürgerinitiative „Rettet das Diekmoor“, die zusammen mit anderen eine hamburgweite Volksinitiative startete.

Bebauung von Grünfächen, Landschafsschutzgebieten und Frischlufachsen? – Hallo Senat & Investoren, geht’s noch? Es reicht!
Wir brauchen unsere Frischlufschneisen und grünen Trittsteine, für das Stadtklima und auch zur Erholung. Der Klimawandel kommt schneller als gedacht mit Katastrophen, wie Hitzewellen, Hitzetoten, Überschwemmungen, Artensterben und weiteren irreversiblen Folgen.

Grünfächen werden in Zukunft immer wichtiger werden.

  • Klimawandel: Pflanzen wandeln das Treibhausgas CO2 um in Sauerstoff, Moore speichern es
  • Das Diekmoor hat nach besonders heißen Tagen nachts eine wohltuende kühlende Wirkung auf die umliegenden Stadtteile und hilft die Anzahl der Hitzetoten zu reduzieren
  • Insektenschutz: Gerade vielfältige Flächen wie die Kleingärten im Diekmoor zeichnen sich durch eine enorme Artenvielfalt aus
  • Naherholung: Gerade Menschen, die keinen eigenen Garten haben, erholen sich dort

Wie zum Hohn wird das neu geplante Diekmoor-Quartier ökologisch genannt. Weiterlesen

Neue Nordnetz-Zeitung

Es geht um Hamburgs Grün und um Hamburgs Bauwut, um Grünes und Graues, Grünes statt Rotem, Wohnungsbau und Erbbaurecht, den Einsatz für bezahlbare Mieten, um Klimaschutz und Ökologisches, um Demokratieverständnis, Bürger- und Volksbegehren bzw. um deren Ursache: die Versuche der Politik, Projekte gegen den Willen von Bürger*innen im Hamburger Norden durchzusetzen.

Die einzelnen Artikel werden nach und nach unter dem Stichwort „Zeitung“ hier eingestellt. Die ganze Ausgabe gibt es hier als PDF zum Download.

Essbare Stadt

Durch gezielten Anbau in der Stadt könnten alle ökologisch ernährt werden

Langfassung des Artikels von Gabriele Wittmann in der Nordnetz-Zeitung Nr. 4

Lokal produzieren. Nicht spritzen. Die Tiere schützen. So könnte die Zukunft aussehen: Die Bevölkerung Hamburgs baut auf öffentlichen Grünflächen Gemüse und Obst an. Ernten kann jeder. Die Nutzpflanzen dürfen auch von Vögeln, Mäusen und Insekten als Nahrungsquelle genutzt werden, dafür bestäuben sie und sorgen für reiche Ernte.

___________________________(c) Helmut Preller

Ein paar Blüten, Blätter, Früchte und Stengel sind angefressen. Das bedeutet es eben, mit Tieren zu teilen: Permakultur als Anbaumethode arbeitet mit geschlossenen Dünge-Kreisläufen und vielfältigen Pflanzen, die sich vertragen und „Schädlinge“ so in Schach halten, dass alle – Mensch und Tier – etwas davon haben. Aber eben nur etwas, nicht alles.

Diese Art zu denken bedeutet, eine andere Vorstellung von „Wirtschaft“ und „wirtschaften“ zuzulassen. Es geht um etwas Größeres, das uns als Menschen übersteigt, das auch die Wahrnehmung für die Tier- und Pflanzenwelt öffnet. Und das über das Individuum hinauszuweisen scheint.

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Notgemeinschaft bestärkt Forschungsministerin

Pressemitteilung:

Die Notgemeinschaft der Flughafenanlieger Hamburg e.V. begrüßt Äußerungen von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU), den innerdeutschen Flugverkehr aus Klimaschutzgründen zu beenden. Der aktuelle IPCC-Bericht bestätige dies. 

Gebhard Kraft, 1. Vorsitzender der Notgemeinschaft: „Der Flugverkehr ist Versager Nummer Eins beim Klimaschutz. Beispiel Hamburg: Während Bahn-, Auto-, LKW und Schiffsverkehr von 1990 bis 2019 die Emissionen um 30% reduziert haben, hat der Luftverkehr sie um 53% erhöht. Damit übertrifft der Klimaschaden des Flugverkehrs jeden anderen Verkehrsträger. Die Corona-Pandemie hatte 2020 zwar eine Entspannung gebracht, inzwischen steigt der Flugverkehr aber wieder über das Budget hinaus.“ 

Kritik übt die Notgemeinschaft dagegen am Flughafenverband AGV. Dieser hatte Bequemlichkeitsgründe im Koffertransport beim Zubringerverkehr zu Hub-Flughäfen wie Frankfurt und München als Begründung des Kurzstreckenverkehrs angeführt. Kraft: “Die Unfähigkeit von Flughäfen, sich mit ICE-Anschluss und Gepäckmanagement auszustatten, ist kein legitimer Grund für Klimakillerei.“ 

Pressemitteilung als PDF

Rettet Hamburgs Natur! Deutliche Worte von der Langenhorner Diekmoor-Initiative

Am 29. Mai fand die Fahrrad-Sternfahrt mit anschließender Kundgebung auf dem Rathausmarkt Rettet Hamburgs Natur! Jeder Baum zählt! statt. Die Initiative Rettet das Diekmoor! war bei der Bündnisdemo dabei. Die aus Sicht der Ini mit Blick auf Klimaschutz und Bürgerbeteiligung entscheidenden Schwächen der Stadt- und Bezirkspolitik beim 700-Wohnungs-Bauvorhaben im Landschaftsschutzgebiet machte ihr Sprecher in seinem Redebeitrag deutlich:

Bürgerbegehren „Eine Grünfläche für Alle!“: Drittelquorum erreicht

Mitte April wurde das Bürgerbegehren der Initiative „Eine Grünfläche für Alle“ vom Bezirksamt Hamburg-Nord für zulässig erklärt, jetzt bescheinigte das Amt, dass bislang mehr als 1644 gültige Unterschriften für das Zustandekommen eines Bürgerentscheids dort abgegeben wurden. Damit tritt die Sperrwirkung nach §5 Bezirksabstimmungsdurchführungsgesetz in Kraft, wonach bezirklicherseits keine Entscheidungen getroffen und Maßnahmen begonnen werden dürfen, die dem Bürgerbegehren entgegen stehen.

Die Initiative möchte erreichen, dass der Rest des ehemaligen Schulsportplatzes (siehe roter Kreis im nebenstehenden Bild) in der Erikastraße in Eppendorf als Grünfläche erhalten bleibt und zugleich der Öffentlichkeit als frei nutzbare Sport- und Freizeitfläche zur Verfügung gestellt wird.

Der am Ende der Straße ansässige Winterhude-Eppendorfer Turnverein (W.E.T.) möchte hingegen zusätzlich zu den fünf bereits bestehenden noch zwei weitere Tennisplätze auf dem Areal realisieren.

Da dies baurechtlich nicht zulässig ist, weil das Gelände im gültigen Bebauungsplan Eppendorf 10 als „öffentliche Grünfläche“ gekennzeichnet ist, wurde bezirklicherseits ein neues B-Plan-Verfahren in Gang gesetzt. Der neue Bebauungsplanentwurf sieht u.a. den besagten Bau von zusätzlichen Tennisplätzen vor. Ein kleiner Teil des Rasenplatzes soll dem Park am Mühlenteich zugeschlagen und ein gehölzbewachsener Streifen privatisiert werden. Außerdem soll abseits des Wohngebiets, hinter der Güterumgehungsbahn ein neuer Bolzplatz für Kinder und Jugendliche entstehen, der allerdings wegen der abgelegenen Lage befürchten lässt, dass er kaum eigenständig von Kindern aufgesucht werden würde und zudem zum Verlust einer weiteren Wiesenfläche führen würde.

Gegen diesen B-Plan-Entwurf Eppendorf 26 /Alsterdorf 23, der weder dem Interesse der Initiative, den gesamten Rasenplatz zu erhalten entspricht, noch dem des Sportvereins, die Restgrünfläche für Vereinszwecke zu behalten, richtet sich das Bürgerbegehren.

Wer mit zum Zustandekommen beitragen möchte, kann hier Unterschriftslisten herunterladen.

Petition für den Erhalt des Diekmoors

Die Initiative Rettet das Diekmoor! bittet um zahlreiches Unterzeichnen der Petition zum Erhalt der Kleingarten-, Landschaftsschutz- und Naherholungsflächen am Langenhorner Diekmoor.

Die wertvollen Grünflächen sollen dem Bau von 700 Wohnungen weichen. Um das Wohnungsbauprogramm des Bezirks zur Erfüllung des Vertrags für Hamburg durchzusetzen, hat der „grüne“ Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz den Senat um die Weisung zur Bebauung des Gebiets gebeten. Die auf Bezirksebene vorgesehene Bürgerbeteiligung ist damit ausgehebelt worden. Daher ist diese Petition ein wichtiger Schritt, den Interessen der Menschen im Bezirk Gehör zu verschaffen.

Hier geht es zur Online-Petition und
hier zur Website der Bürgerinitiative Rettet das Diekmoor! mit weiteren Informationen und zahlreichen Presselinks.

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