Kleingarten verzweifelt gesucht

Die Bedeutung der Schrebergärten steigt deutlich.
Wir sind seit fünf Jahren auf dem Ersatzgelände, das wir von der Stadt bekamen: Der ein oder andere erinnert sich – das alte Gelände hinter dem Nedderfeld musste dem Bebauungsplan Groß Borstel 25 weichen.

Junge Familien mit Kindern freuen sich bei uns sehr über die Möglichkeit, unkompliziert im Grünen zu sein und dabei vielleicht noch Freund*innen mitzunehmen.
Wir haben häufig Spaziergänger*innen, die sich ebenso freuen, bei uns unter der Buche zu sitzen und einen kleinen Plausch zu halten. Es gibt einen Kindergarten, der bei uns ein Gemüse- und Blumenbeet angelegt hat, das gemeinsam mit den Kindern bearbeitet wird.

In unserer Kolonie wird ausschließlich biologisch gegärtnert und somit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Insekten und Kleinvögel. Bei uns sagen sich Fuchs und Hase tatsächlich Gute Nacht.
Es ist sehr schön, dass es Schrebergarten gibt, hier kommen Menschen zusammen, die sich sonst nie begegnen würden und die alle die gleiche Leidenschaft zum Gärtnern antreibt.

Leider werden in Hamburg immer noch zuviele Schrebergärten zerstört und als Bauerwartungsland betrachtet. Es gibt wahrscheinlich über 30.000 Parzellen in unserer Stadt. Die genaue Zahl wird nicht veröffentlicht, aber: Es werden immer weniger, statt mehr.

Wir haben mittlerweile, wie alle Kleingartenvereine, eine lange Warteliste, mit Anfragen für einen Garten – die seit Corona natürlich sprunghaft angestiegen ist.

Mein Rat mittlerweile an alle Gartenbewerber: Macht Druck bei den Verantwortlichen, damit wieder mehr Schrebergärten angelegt und keine vernichtet werden.

Sibylle Dawson, ehemals Tarpenbek Greens

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