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WIR sind Eppendorf gründete sich im September 2012 als Reaktion auf die Abriss-Pläne des historischen Kerns von Eppendorf. Das Alte Brauhaus (Restaurant „Tre Castagne“), eines der ältesten Gebäude des Stadtteils, und weitere historische Häuser in der Eppendorfer Landstraße 99 – 109 sollten einem Neubau in steriler Investoren-Ästhetik weichen. Dieser Eingriff hätte nicht nur optisch den Charakter des Viertels radikal verändert sondern auch zur Vernichtung noch bezahlbarer Wohn- und Gewerberäume geführt. Die mexikanische Galerie, die zu einem deutsch-mexikanischen Kulturzentrum ausgebaut werden sollte, fiel diesen Plänen leider schon unwiderruflich zum Opfer. Das im Jahr 2012 vorgestellte Bauvorhaben wird es aufgrund geänderter Eigentümerverhältnisse so nicht geben. WIR sind Eppendorf kämpft weiterhin dafür, dass der historische Stadtteilkern erhalten und bezahlbar bleibt.

Als WIR sind Eppendorf aktiv wurde, wandten sich weitere Anwohner an die Initiative, darunter die letzten verbliebenen Mieter aus der Hegestraße 46 a – f, deren historische Terrassenhäuser von einem Investor dem Verfall überlassen wurden, um an ihrer Stelle Luxuseigentumswohnungen zu errichten und Bewohner des Heimann-Stiftes, dessen Filet-Lage in direkter UKE-Nähe ebenfalls das Interesse von Investoren geweckt hatte und die nun nach Lokstedt umgesiedelt werden sollen.

Eppendorf ist für viele Hamburger ein Synonym für „Schnösel-Stadtteil“ in dem die SUV-Fahrer das Zweite-Reihe-Parken erfunden haben und Latte-Macchiato-Mütter mit Zwillingskarren die Bürgersteige blockieren. Wenn heute alle über Gentrifizierung sprechen ist vielen nicht bewusst, dass Eppendorf einmal ein Studenten- und Intellektuellen-Viertel mit einer vielfältigen Kultur- und Kneipen-Szene war, das diesen Prozess schon vor vielen Jahre durchgemacht hat. Jetzt drohen die letzten Flecken des Viertels, die noch bezahlbar sind, verloren zu gehen. Gegen diese Entwicklung, für soziale Durchmischung, für Bürgerbeteiligung und für eine Stadtentwicklung, die maßgeblich von EppendorferInnen und nicht von Investoren entschieden wird, setzt WIR sind Eppendorf sich ein.

Weitere Informationen auf www.wir-sind-eppendorf.de und www.facebook.com/WirSindEppendorf.

3 Kommentare

  • Pingback: Debatte: Manipulation bei der Bezirksversammlungswahl 2014? | Nordnetz Hamburg

  • sehr geehrte Damen
    sehr geehrte Herren
    ich möchte die Kastanien erhalten. Daher wundere ich mich, im obigen Text erneut nur etwas zu lesen, was an Schanzen-Prosa erinnert,
    aber kein Wort darüber, daß wertvolle Kastanien (Tre Castagne) erhalten und geschützt werden. Dazu gehört es, sie von den einengenden Gehwegplatten zu befreien: Wurzelwerk muß atmen, und sich entfalten. Bäume benötigen frisches Wasser, saubere Luft, um zu atmen, das Blätterwerk muß von schwarzer Schmiere befreit werden, die es in Hamburg vom Himmel regnet, und sie benötigen Nährstoffe. Dann können Bäume ihre wertvolle Aufgabe entfalten, uns alle zu retten, unser Leben auf der Erde, die Luft zu reinigen, und einen wirklich praktischen Beitrag zum Klima zu leisten. Beschäftigen Sie sich mit dem Erhalt dieser Bäume, und falls ja, auf welche Weise? Gibt es diesbezüglich bereits feedback?
    freundliche Grüße
    Susanne Härpfer susanne.haerpfer@bits.de http://susanneHaerpfer2014diallog.wordpress.com

  • Götz/WsE says:

    Hallo Frau Härpfer,
    auf unserer Seite bei Facebock können Sie die den neusten Stand zu den Kastanien vor dem Alten Brauhaus zur kenntnis nehmen: https://www.facebook.com/WirSindEppendorf
    Gruß, v. Grone

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